WARNITZER LESUNGEN online | Rosemarie Bovier : Heimat ist das, wovon die anderen reden

Gespräch mit Rosemarie Bovier und Lesung

Teil 1 :

Teil 2 :

Eine Geschichte von Flucht und Vertreibung – und von den Schwierigkeiten der Integration.

1949 bezogen zwanzig donauschwäbische Familien aus dem Dorf Brestowatz in der Batschka im heutigen Serbien eine Barackensiedlung im hessischen Obersuhl. Die Familien waren 1944 vor der heranrückenden Sowjetarmee geflohen und fanden hier eine vorläufige Bleibe. Obwohl sie sich selbst als Deutsche verstanden, kamen sie nach Deutschland in die Fremde. Abgeschottet von ihrer Umgebung ließen sie ihre mitgebrachte Lebensweise wieder aufleben.
In dieser Brestowatzer Welt in Obersuhl wuchs Rosemarie Bovier von ihrem 3. bis zu ihrem 12. Lebensjahr auf. Im „WARNITZER LESUNGEN online | Rosemarie Bovier : Heimat ist das, wovon die anderen reden“ weiterlesen

WARNITZER LESUNGEN online | Marina Zwetajewa : Lichtregen

Gespräch mit Ilma Rakusa und Lesung

Ausschnitt aus dem Porträt Andrej Belyjs „Ein gefangener Geist“ (Übersetzung Rolf-Dietrich Keil) – Gespräch mit Ilma Rakusa – Ausschnitte aus dem Essay „Die Kunst im Lichte des Gewissens“ (Übersetzung Rolf-Dietrich Keil)

 

Ausschnitt aus dem Essay „Lichtregen“ über Boris Pasternak (Übersetzung Ilma Rakusa)

Marina Zwetajewa, neben Anna Achmatowa die wichtigste russische Dichterin der Moderne, lässt sich in Lichtregen, dem zweiten Band der auf vier Bände angelegten und von Ilma Rakusa herausgegebenen Werkausgabe, nicht nur als radikale Sprachkünstlerin, sondern auch als scharfsinnige und leidenschaftliche Essayistin erfahren:

Die erste Abteilung, »Erinnerungen an Zeitgenossen«, versammelt Porträts verstorbener Dichterkollegen und Freunde, darunter Ikonen des Silbernen Zeitalters wie Walerij Brjussow und Konstantin Balmont, aber auch Ossip Mandelstam, Boris Pasternak, Rainer Maria Rilke und die avantgardistische Malerin Natalja Gontscharowa. Zwetajewa durchstreift „WARNITZER LESUNGEN online | Marina Zwetajewa : Lichtregen“ weiterlesen

WARNITZER LESUNGEN online | Saul Tschernichowski : Dein Glanz nahm mir die Worte

Lesung und Gespräch mit Margitt Lehbert

Mit Saul Tschernichowski (1875-1943) wurde die hebräische Literatur auf einen Schlag zu einer europäischen Literatur. Nicht allein deshalb, weil er mehr europäische Metren und Genres in die hebräische Lyrik einführte als jeder andere Dichter. Seine Lyrik war europäisch, weil das Hebräische schon immer zur europäischen Kultur gehörte. Tschernichowski übersetzte Homer, Horaz, Molière, Shakespeare und Goethe aus dem Original. Aus dieser Erfahrung schuf er, was seinem Jugendfreund Joseph Klauser (Onkel des Romanciers Amos Oz) als Lebensmotto galt – einen „hebräischen Humanismus“. Die 2019 in der edition rugerup erschienene dreibändige Ausgabe „Dein Glanz nahm mir die Worte“ entstand

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WARNITZER LESUNGEN online | Jan Wagner : Grand Tour

Lesung und Gespräch mit Jan Wagner

Eine Reise durch die junge Lyrik Europas – von Albanien bis Zypern. Herausgegeben von Büchner-Preisträger Jan Wagner und Federico Italiano
Die Poesie lebt – doch die ungeheure Vielfalt der Dichter aller Sprachen, aller Länder von Albanien bis Zypern ist nahezu unbekannt. So ist es höchste Zeit für eine neue, aufregende Bestandaufnahme: Nach den legendären Vorgängern „Museum der modernen Poesie“ von Hans Magnus Enzensberger (1960) und „Atlas der neuen Poesie“ von Joachim Sartorius (1995) machen sich Jan Wagner und Federico Italiano auf eine faszinierende Reise. Die „Grand Tour“ durch die junge Lyrik Europas gibt poetischen Proviant für Jahre: Unbekanntes, Überraschendes und Unerhörtes – in Original und Übersetzung. Eine Entdeckungsreise für wache Geister.

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WARNITZER LESUNGEN online | Sylvia Townsend Warner : Lolly Willowes oder Der liebesvolle Jägersmann

Gespräch und Lesung mit Manuela Reichart

„Lolly Willowes“ ist der zauberhafte Debütroman von Sylvia Townsend Warner. Ihr pikantes Plädoyer für die Freiheit alleinstehender Frauen im England des beginnenden 20. Jahrhunderts ist herrlich schräg, witzig und aufmüpfig und ein Meilenstein nicht nur der feministischen Literatur.

Laura Willowes ist achtundzwanzig, als ihr Vater stirbt und sie in die Obhut ihrer Brüder gerät. Sie gilt als alte Jungfer, da sie nie Lust verspürt hatte, einen ihrer langweiligen Bewerber zu heiraten. Im Haushalt der Brüder wird sie zu Lolly, zur unverheirateten Tante ihrer Nichten und Neffen. Nach zwanzig Jahren der Einschränkungen hat sie diese Rolle allerdings satt und beschließt, sich endlich von allem zu befreien. Sie zieht in den ihr unbekannten, aber auf merkwürdige Weise doch vertrauten Ort Great Mop in die Chiltern Hills. Hier genießt sie glücklich und ungehindert ihr neues Leben, umgeben von lebensklugen und emanzipierten Frauen. Die allerdings alle ein Geheimnis hüten, sie sind, wie sie bald entdeckt … sämtlich Hexen!  Dank eines Paktes mit dem charmanten Teufel, der hier natürlich nicht weit ist, wird Lolly wieder zu Laura Willowes und samt ihrer Katze endlich frei.

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WARNITZER LESUNGEN online | Peter Urban-Halle : Licht überm Land – Dänische Lyrik vom Mittelalter bis heute

Gespräch und Lesung mit Peter Urban-Halle.

Eine Anthologie der „gesamten“ dänischen Lyrik auf Deutsch fehlt bis heute – und doch handelt es sich um eine der ältesten und reichsten Traditionen in der europäischen Literatur. Früher waren die Verbindungen zwischen Dänemark und Deutschland eng: Der Barockdichter Thomas Kingo wurde bereits 1685 übertragen; Klopstock bekam vom dänischen König eine Lebensrente; Hans Christian Andersens zweite Heimat war Deutschland und sein erstes Gedicht erschien auf Deutsch; Jens Peter Jacobsens Gurre-Lieder wurden von Arnold Schönberg vertont, Inger Christensen fühlte sich in Deutschland beinahe mehr geschätzt als in Dänemark. Und Goethes Erlkönig geht auf die mittelalterliche dänische „WARNITZER LESUNGEN online | Peter Urban-Halle : Licht überm Land – Dänische Lyrik vom Mittelalter bis heute“ weiterlesen

(AUSSER HAUS! DORFKIRCHE POTZLOW!) 22. August 2020 – 19 Uhr | Andreas Hoppe (Tatortkommissar Mario Kopper): Die Hoffnung und der Wolf

(Bitte Masken mitbringen! Auf getrennten Ein- und Ausgang, Listen für Name/Kontakt und Sicherheitsabstand zwischen den Zuhörern wird geachtet.)

Andreas Hoppe ist fasziniert von Wölfen – seit über 20 Jahren. Wie alles begann und worauf sein Engagement für Natur, Umwelt und die Wölfe fußt, beschreibt der Ex-Tatort-Kommissar in diesem autobiografischen Buch. Hoppe nimmt uns mit, in die Wildnis Kanadas und Rumäniens, den Bayerischen Wald und die Weiten Brandenburgs. Er trifft Menschen, die freilebenden Wölfen aus unterschiedlichen Perspektiven begegnen – vom Staatssekretär über den Herdenschutzbeauftragten bis zum Wildtierfotografen und Weidetierhalter. Sie alle stellen sich der Frage nach „(AUSSER HAUS! DORFKIRCHE POTZLOW!) 22. August 2020 – 19 Uhr | Andreas Hoppe (Tatortkommissar Mario Kopper): Die Hoffnung und der Wolf“ weiterlesen