1. Oktober 2022 – 18 Uhr | Antje Rávik Strubel : Blaue Frau

Die Lesung findet in der DORFKIRCHE WARNITZ statt !

Adina Schejbal wuchs als letzter Teenager ihres Dorfs im tschechischen Riesengebirge auf. Bei einem Sprachkurs in Berlin lernt sie die Fotografin Rickie kennen, die ihr ein Praktikum in einem neu entstehenden Kulturhaus in der Uckermark vermittelt. Nach einem sexuellen Übergriff durch einen westdeutschen Kulturpolitiker strandet Adina nach einer Irrfahrt durch halb Europa in Helsinki. Dort wird Leonides, ein estnischer Politikwissenschaftler und Abgeordneter der EU, zunächst zu ihrem Halt. Während er sich für die Menschenrechte stark macht, sucht Adina einen Ausweg aus dem inneren Exil.  »Blaue Frau« erzählt aufwühlend vom Ringen einer jungen Frau um persönliche Integrität. Sie ist unterwegs zwischen Tschechien und Finnland, Estland und Deutschland. In ihren Erfahrungen spiegeln sich auch die jüngsten Machtverhältnisse zwischen Ost- und Westeuropa.

„In einer tastenden Erzählbewegung gelingt es Antje Rávik Strubel, das eigentlich Unaussprechliche einer traumatischen Erfahrung zur Sprache zu bringen.“
(Aus der Jurybegründung des Deutschen Buchpreises)

„… souverän wie die Dramaturgie ihres Romans beherrscht Antje Rávik Strubel ihr Personal. Ihr gelingen einprägsame Figuren: Der stolze Leonides, die manipulative Berliner Fotografin Rickie, der hoffärtige Stein, der abgründige Bengel und schließlich die Lichtgestalt Kristiina, eine sensible Aktivistin und Parlamentsabgeordnete, die sich auf Wehrhaftigkeit versteht.“
(Süddeutsche Zeitung)

 

Foto: Philipp von der Heydt

ANTJE RÁVIK STRUBEL erhielt für ihre Romane, Erzählungen und Essays zahlreiche Preise, u.a. wurde sie mit einem Stipendium in die Villa Aurora in Los Angeles eingeladen und war Writer in residence 2012 am Helsinki Collegium for Advanced Studies. Ihr Roman »Blaue Frau« wurde mit dem Deutschen Buchpreis 2021 ausgezeichnet. Im Juli 2022 erschien der Essay-Band »Es hört nie auf, dass man etwas sagen muss«. Sie übersetzt aus dem Englischen und Schwedischen u.a. Joan Didion, Lena Andersson, Lucia Berlin und Virginia Woolf. Antje Rávik Strubel lebt in Potsdam.

 

17. September 2022 – 17 Uhr | Gertraude Krueger: Julian Barnes vorgestellt

NEUE UHRZEIT DER LESUNGEN
17 UHR !

Julian Barnes ist einer der wichtigsten zeitgenössischen englischen Autoren. Mit seinem Roman „Flauberts Papagei“ war ihm  1984 der internationale Durchbruch gelungen, mit diesem Titel stand er zum ersten Mal auf der Shortlist des Man Booker Prize, den er 2011 für „Vom Ende einer Geschichte“ erhielt. Neben seinen Romanen verfasste Barnes zahlreiche Essays und Kurzgeschichten, unter dem Pseudonym Dan Kavanagh veröffentlichte er eine Reihe von Kriminalromanen.

Die Übersetzerin Gertraude Krueger, die fast zwanzig Bücher in fast vierzig Jahren von Barnes übersetzte und bestens mit seinem Werk vertraut ist, stellt den Autor vor und gibt Einblicke in ihre Arbeit als Vermittlerin zwischen zwei Sprachen.
Barnes Buch „Der Lärm der Zeit“, um das es vor allem gehen wird, ist ein erschütternder Roman über den russischen Komponisten Dmitri Schostakowitsch. Er erzählt über das von Repressionen geprägte Leben Schostakowitsch‘ in meisterhafter Knappheit – ein großartiger Künstlerroman, der die Frage der Integrität stellt und traurige Aktualität genießt.

Im Mai 1937 wartet ein Mann jede Nacht neben dem Fahrstuhl seiner Leningrader Wohnung darauf, dass Stalins Schergen kommen und ihn abholen. Der Mann ist der Komponist Schostakowitsch, und er wartet am Lift, um seiner Familie den Anblick seiner Verhaftung zu ersparen.
Die Gunst der Mächtigen zu erlangen, hat zwei Seiten: Stalin, der sich plötzlich für seine Musik zu interessieren scheint, verlässt noch in der Pause die Aufführung seiner Oper »Lady Macbeth von Mzensk«. Fortan ist Schostakowitsch ein zum Abschuss freigegebener Mann. Durch Glück entgeht er der Säuberung, doch was bedeutet es für einen Künstler, keine Entscheidung frei treffen zu können? In welchem Verhältnis stehen Kunst und Unterdrückung, Diktatur und Kreativität zueinander, und ist es verwerflich, wenn man sich der Macht beugt, um künstlerisch arbeiten zu können?

Im an die Lesung anschliessenden Gespräch wird Getraude Krueger über ihre jüngste Arbeit, den im November herauskommenden neuen Roman von Julian Barnes „Elizabeth Finch“ sprechen. Es geht um platonische Liebe und den Tod einer besonderen Frau, der zum Anlass für die tiefere Auseinandersetzung eines Mannes mit Liebe, Freundschaft und Biografie wird. Das Buch ist eine intelligente Hommage an die Philosophie, ein Ausflug in die Geschichte, eine Einladung, selbst zu denken. 

 

 

© Alan Edwards/f2images
© Alan Edwards/f2images

JULIAN BARNES, geboren 1946 in Leicester, England, wuchs in London und Northwood auf. Bis 1968 studierte er am Magdalen College in Oxford Moderne Sprachen und schloss das Studium mit Auszeichnung ab. Drei Jahre lang arbeitete er als Lexikograph für das Oxford English Dictionary supplement, trat dann eine Stelle als Redakteur bei der New Review und dem New Statesman an, bevor er von 1979 bis 1986 erst als Fernsehkritiker für den New Statesman und den Observer tätig war. 1979 heiratete Barnes seine Agentin Patricia Olive Kavanagh, die 2008 den Folgen eines Gehirntumors erlag. Julian Barnes setzt sich mit dem plötzlichen Tod seiner Frau in seinem Buch Lebensstufen auseinander. Er widmet ihr den Großteil seiner Werke. Für seine Bücher wurde er mit zahlreichen europäischen und amerikanischen Literaturpreisen ausgezeichnet. Die jüngsten seiner ins Deutsche übersetzten Bücher sind  „Der Lärm der Zeit“ (2018), „Der Mann im roten Rock“ (2021), „Kunst sehen“ 2020/22) – natürlich sämtlich übertragen von Gertraude Krueger.
Julian Barnes lebt und arbeitet in London.

© Marlene Pfau

GERTRAUDE KRUEGER, geboren 1949, lebt als freie Übersetzerin in Berlin. Zu ihren Übersetzungen gehören u.a. Sketche der Monty-Python-Truppe und Werke von Julian Barnes, Alice Walker, Valerie Wilson Wesley, Jhumpa Lahiri und E.L. Doctorow.

 

 

 

 

13. August 2022 um 19 Uhr | Heike Behrend: Menschwerdung eines Affen

Ihre erste Feldforschung führt die Ethnologin Heike Behrend Ende der Siebzigerjahre in die keniani­schen Tugenberge. Mitte der Achtzigerjahre begibt sie sich auf die Spuren der Holy­-Spirit­-Bewegung im Norden Ugandas. Während der Aids-­Epidemie arbeitet sie über die katholische Kirche in Westuganda. Und schließlich erforscht sie an der kenianischen Küste die lokalen Praktiken von Straßen­fotografen und Fotostudios.
In Afrika werden ihr die wenig schmeichelhaften Namen »Affe«, »Närrin« oder »Kannibale« gegeben. Sie fragt sich, auf welche kolo­niale Geschichte diese Bezeichnungen hinweisen und welche Kritik sie an ihrer Person und Arbeit üben.
In ihrem Buch „Menschwerdung eines Affen“ berichtet Heike Behrend von dem, was in den herkömmlichen Ethnografien meist ausgeschlossen wird: unheroische Verstrickungen, kulturelle Missverständnisse, Konflikte, Fehlleistungen und Situationen des Scheiterns in der Fremde. Sie erzählt nicht nur von vier ethnografischen Forschungen in Kenia und Uganda, sondern reflektiert gleichzeitig die Geschichte der Ethnologie –  mitsamt den Veränderungen eines Machtgefüges zwischen Forschenden und Erforschten, die sie am eigenen Leib erfährt.
Das Buch „Menschwerdung eines Affen“ wurde mit dem Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Sachbuch 2020 ausgezeichnet.

»Ihre Empathie für die Menschen in Ostafrika, mit denen [Behrend] über Jahre oder gar Jahrzehnte interagiert, und nicht zuletzt der ehrliche, fast schonungslose Blick auf sich selbst machen aus dieser Forschungsautobiografie ein zutiefst humanes Buch.«
(Der Falter, Österreich)

MODERATION : Michi Knecht

 

HEIKE BEHREND, in Stralsund geboren, studierte Ethnologie und Religionswissenschaft in München, Wien und Berlin in den politisch bewegten Sechzigerjah­ren. Sie arbeitete ethnografisch vor allem in Ostafrika und unterrichtete an verschiedenen Universitäten im In- und Ausland. Sie lebt in Berlin.

 

MICHI KNECHT ist Professorin und Geschäftsführende Direktorin am Institut für Ethnologie und Kulturwissenschaft der Universität Bremen. Sie lebt in Berlin und Melzow. „13. August 2022 um 19 Uhr | Heike Behrend: Menschwerdung eines Affen“ weiterlesen

30. Juli 2022 um 18 Uhr | Norbert Hummelt : 1922. Wunderjahr der Worte

 

Aufbruch in die Moderne. 1922 ist ein Jahr von unglaublicher schöpferischer Energie: ein Wunderjahr der modernen Literatur. Eine Fülle literarischer Werke erscheint, die den Gang der Weltliteratur verändern. In Paris wartet James Joyce voller Ungeduld auf die ersten Exemplare seines »Ulysses«. Virginia Woolf ist in London dabei, sich ihren eigenen Raum zu erschreiben. Rainer Maria Rilke vollendet, was er einst auf Schloss Duino begonnen hat. Katherine Mansfield steckt ihre ganze Kraft in ihre Short Stories. Und im englischen Seebad Margate findet T.S. Eliot radikale Töne für das widersprüchliche Lebensgefühl des noch jungen 20. Jahrhunderts. Quer durch Europa begleitet Norbert Hummelt diese Autoren und Autorinnen durch ein aufregendes Schaffensjahr und fängt dabei die spannungsgeladene politische Stimmung der Zeit ein.

„Nicht zu kurz kommen die historisch-politischen Ereignisse des Jahres 1922. Im Südosten Europas bekämpfen, vertreiben und massakrieren sich die Griechen und Türken. Smyrna brennt. In Italien ergreift Mussolini die Macht, in der Sowjetunion wird Stalin Generalsekretär der KPdSU. In Deutschland nimmt die Inflation Fahrt auf. Und die Ermordung des Außenministers Walther Rathenau erschüttert das Land wie keines der bisher 300 politischen Attentate nach 1918. Die Zerrüttung der Zeit schreibt sich den literarischen Werken ein, im Aufbrechen der Formen und in einer dunklen Bildsprache, die oft als splitterhafte Spiegelung alter Mythen zu lesen ist.“
(Wolfgang Schneider, Deutschlandfunk Kultur)
 
NORBERT HUMMELT wurde 1962 in Neuss geboren und lebt als freier Schriftsteller in Berlin. Für sein lyrisches Gesamtwerk wurde er 2021 mit dem Rainer-Malkowski-Preis ausgezeichnet. Zuvor hatte er u.a. den Hölty-Preis für Lyrik, den Rolf-Dieter-Brinkmann-Preis, den Mondseer Lyrikpreis sowie den Niederrheinischen Literaturpreis erhalten. Er übertrug T.S. Eliots Gedichtzyklen „Das öde Land“ und „Vier Quartette“ neu ins Deutsche und ist Herausgeber der Gedichte von W.B. Yeats. Bei Luchterhand erschienen zuletzt seine Gedichtbände »Fegefeuer« und »Sonnengesang« „30. Juli 2022 um 18 Uhr | Norbert Hummelt : 1922. Wunderjahr der Worte“ weiterlesen

2. Juli 2022 – 19 Uhr | Kathrin Janka : ECHO TSCHECHIEN 2022 – AHOJ!

Echo Tschechien 2022: Ahoj! hiess es in diesem Jahr zur Leipziger Buchmesse. Tschechien war als Gastland eingeladen, seine Literatur vorzustellen. Auch wenn die Messe nicht stattfand, so doch Lesungen in Leipzig.

Kathrin Janka, Übersetzerin aus dem Tschechischen, wird nun dieses Echo bis nach Warnitz verlängern. Sie gibt für uns einen kleinen Einblick in die tschechische Literatur und stellt Autoren aus Gegenwart und Vergangenheit vor, darunter der soeben erschienene Roman von Josef Jedlička „Auf unsres Lebens halbem Wege“. „2. Juli 2022 – 19 Uhr | Kathrin Janka : ECHO TSCHECHIEN 2022 – AHOJ!“ weiterlesen

Rosemarie Bovier : Heimat ist das, wovon die anderen reden

Gespräch mit Rosemarie Bovier und Lesung

Teil 1 :

Teil 2 :

Eine Geschichte von Flucht und Vertreibung – und von den Schwierigkeiten der Integration.

1949 bezogen zwanzig donauschwäbische Familien aus dem Dorf Brestowatz in der Batschka im heutigen Serbien eine Barackensiedlung im hessischen Obersuhl. Die Familien waren 1944 vor der heranrückenden Sowjetarmee geflohen und fanden hier eine vorläufige Bleibe. Obwohl sie sich selbst als Deutsche verstanden, kamen sie nach Deutschland in die Fremde. Abgeschottet von ihrer Umgebung ließen sie ihre mitgebrachte Lebensweise wieder aufleben.
In dieser Brestowatzer Welt in Obersuhl wuchs Rosemarie Bovier von ihrem 3. bis zu ihrem 12. Lebensjahr auf. Im „Rosemarie Bovier : Heimat ist das, wovon die anderen reden“ weiterlesen

Marina Zwetajewa : Lichtregen

Gespräch mit Ilma Rakusa und Lesung

Teil 1 –   Ausschnitt aus dem Porträt Andrej Belyjs „Ein gefangener Geist“ (Übersetzung Rolf-Dietrich Keil) – Gespräch mit Ilma Rakusa – Ausschnitte aus dem Essay „Die Kunst im Lichte des Gewissens“ (Übersetzung Rolf-Dietrich Keil) :

Teil 2 –   Ausschnitt aus dem Essay „Lichtregen“ über Boris Pasternak (Übersetzung Ilma Rakusa) :

 

Marina Zwetajewa, neben Anna Achmatowa die wichtigste russische Dichterin der Moderne, lässt sich in Lichtregen, dem zweiten Band der auf vier Bände angelegten und von Ilma Rakusa herausgegebenen Werkausgabe, nicht nur als radikale Sprachkünstlerin, sondern auch als scharfsinnige und leidenschaftliche Essayistin erfahren:

Die erste Abteilung, »Erinnerungen an Zeitgenossen«, versammelt Porträts verstorbener Dichterkollegen und Freunde, darunter Ikonen des Silbernen Zeitalters wie Walerij Brjussow und Konstantin Balmont, aber auch Ossip Mandelstam, Boris Pasternak, Rainer Maria Rilke und die avantgardistische Malerin Natalja Gontscharowa. Zwetajewa durchstreift „Marina Zwetajewa : Lichtregen“ weiterlesen

Saul Tschernichowski : Dein Glanz nahm mir die Worte

Lesung und Gespräch mit der Verlegerin Margitt Lehbert / Edition Rugerup :

Mit Saul Tschernichowski (1875-1943) wurde die hebräische Literatur auf einen Schlag zu einer europäischen Literatur. Nicht allein deshalb, weil er mehr europäische Metren und Genres in die hebräische Lyrik einführte als jeder andere Dichter. Seine Lyrik war europäisch, weil das Hebräische schon immer zur europäischen Kultur gehörte. Tschernichowski übersetzte Homer, Horaz, Molière, Shakespeare und Goethe aus dem Original. Aus dieser Erfahrung schuf er, was seinem Jugendfreund Joseph Klauser (Onkel des Romanciers Amos Oz) als Lebensmotto galt – einen „hebräischen Humanismus“. Die 2019 in der edition rugerup erschienene dreibändige Ausgabe „Dein Glanz nahm mir die Worte“ entstand

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Jan Wagner : Grand Tour

Lesung und Gespräch mit Jan Wagner

Eine Reise durch die junge Lyrik Europas – von Albanien bis Zypern. Herausgegeben von Büchner-Preisträger Jan Wagner und Federico Italiano
Die Poesie lebt – doch die ungeheure Vielfalt der Dichter aller Sprachen, aller Länder von Albanien bis Zypern ist nahezu unbekannt. So ist es höchste Zeit für eine neue, aufregende Bestandaufnahme: Nach den legendären Vorgängern „Museum der modernen Poesie“ von Hans Magnus Enzensberger (1960) und „Atlas der neuen Poesie“ von Joachim Sartorius (1995) machen sich Jan Wagner und Federico Italiano auf eine faszinierende Reise. Die „Grand Tour“ durch die junge Lyrik Europas gibt poetischen Proviant für Jahre: Unbekanntes, Überraschendes und Unerhörtes – in Original und Übersetzung. Eine Entdeckungsreise für wache Geister.

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Sylvia Townsend Warner : Lolly Willowes oder Der liebesvolle Jägersmann

Gespräch und Lesung mit Manuela Reichart

„Lolly Willowes“ ist der zauberhafte Debütroman von Sylvia Townsend Warner. Ihr pikantes Plädoyer für die Freiheit alleinstehender Frauen im England des beginnenden 20. Jahrhunderts ist herrlich schräg, witzig und aufmüpfig und ein Meilenstein nicht nur der feministischen Literatur.

Laura Willowes ist achtundzwanzig, als ihr Vater stirbt und sie in die Obhut ihrer Brüder gerät. Sie gilt als alte Jungfer, da sie nie Lust verspürt hatte, einen ihrer langweiligen Bewerber zu heiraten. Im Haushalt der Brüder wird sie zu Lolly, zur unverheirateten Tante ihrer Nichten und Neffen. Nach zwanzig Jahren der Einschränkungen hat sie diese Rolle allerdings satt und beschließt, sich endlich von allem zu befreien. Sie zieht in den ihr unbekannten, aber auf merkwürdige Weise doch vertrauten Ort Great Mop in die Chiltern Hills. Hier genießt sie glücklich und ungehindert ihr neues Leben, umgeben von lebensklugen und emanzipierten Frauen. Die allerdings alle ein Geheimnis hüten, sie sind, wie sie bald entdeckt … sämtlich Hexen!  Dank eines Paktes mit dem charmanten Teufel, der hier natürlich nicht weit ist, wird Lolly wieder zu Laura Willowes und samt ihrer Katze endlich frei.

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