18. Juli 2020 – 19 Uhr | Maike Albath : Trauer und Licht. Lampedusa, Sciascia, Camilleri und die Literatur Siziliens

Sizilien, die magische Insel, ihre Literatur, ihre ­brodelnde politische Gegenwart – all das wird zum Thema in diesem dritten großen Italienbuch von Maike Albath, die mit Land, Literatur und Bewohnern vertraut ist wie nur wenige. Der Horizont reicht von Lampedusas Leopard, mit dem die Insel die Bühne der Weltliteratur betritt, über Leonardo Sciascia bis zu Andrea Camilleri und seinen international erfolgreichen Montalbano-Krimis. Ein verführerischer Streifzug durch die Geschichte, durch Landschaften und die Straßen von Palermo und Catania, wo sich bis heute eine kulturelle und literarische Vielfalt erhalten hat, die einmalig ist in Europa.

»Entstanden ist so ein runder Band, reich, elegant geschrieben, eine sinnvolle Kombination aus kanonischem Wissen und eigenen Recherchen, aus Reflexion und Anekdote.« (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

»Ein schöneres, sizilianischeres Buch über Sizilien gab es seit langem nicht.« (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung)

»Ein wunderbares Buch über das Sehnsuchtsland der Deutschen.« (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung)

MAIKE ALBATH, geboren 1966 in Braunschweig, lebt in Berlin. Sie hat mehrere Jahre in Italien verbracht und ist eine der profiliertesten Kennerinnen der italienischen Gegenwartskultur. Für ihre Arbeit als Literaturkritikerin erhielt sie 2003 den Alfred-Kerr-Preis.

22. August 2020 – 19 Uhr | Thomas Lehr: Frühling

Neununddreißig Sekunden, die ein Ende bedeuten, das Ende eines Lebens. Zwei Brüder, Robert und Christian Rauch, die zu verstehen beginnen, was früher geschehen ist. Vor der Terrasse der Familie stand plötzlich ein Mann: „Appell, Herr Doktor, Appell!“ – sein Ruf weckt die Vergangenheit des Vaters als Arzt in Dachau und lässt einen Prozess beginnen, der erst viele Jahre später endet…

„Thomas Lehr hat eine eigene Form dafür gefunden, die Hölle zu beschreiben.“
Er analysiert in atemberaubender Sprache und unerhörter Dichte „die großen, epochalen Themen des abgelaufenen Jahrhunderts, die in dieser Novelle eine neue, ungeahnte Form annehmen“
(Helmut Böttiger, Die Zeit).
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