31.10. 2026 um 19 Uhr und 1.11. 2026 um 11 Uhr | YpsiloniUM zum Jahrhundertroman Z Ypsilon X des österreichischen Autors Peter Waterhouse (Lesung von Peter Waterhouse am Samstagabend und gemeinsames Symposium am Sonntagvormittag mit dem Autor, Literaturwissenschaftlern, Filmwissernschaftlern und dem Publikum).
28. November 2026 | 19 Uhr : Janos Can Togay – Unordentliche Melancholie (der ungarisch-türkische Filmregisseur und Schauspieler, er spielte u.a. in Malina von Werner Schröter mit Isabelle Huppert, liest aus unveröffentlichten biografischen Gedichten und Erzählungen)
19. Dezember 2026 | 19 Uhr : Lothar Müller – Die Feuerschrift. Giacomo Casanova und das Ende des alten Europa (Casanova als aufmerksamer Beobachter der neuen machtpolitischen Konstellationen in Europa um 1800 und zugleich scharfsinniger Verfasser zahlreicher Schriften über Polen, Katharina II. und Russland. Lothar Müller zeichnet in seinem brillanten Buch ein völlig anderes Bild Casanovas: einen hochvernetzten Zeitgenossen, der alle Umbrüche in Europa verfolgt und kommentiert, von der russischen Annexion der Krim bis zur endgültigen Aufteilung Polens, vom Sturm auf die Bastille bis zum Untergang der Republik Venedig.)
23. Januar 2027 | 19 Uhr : Eva Sichelschmidt – Schön, dass Du da warst (Warum ist man so kurz jung und so unendlich lange alt? Ein Familienroman über drei Generationen hinweg und eine Selbstbefragung: So ist es gewesen. Ist es wirklich so gewesen?)

B U C H P R E M I E R E
„Tabakpech“ erzählt eine große Familiengeschichte im unteren Odertal, wo die Grenzen von Preußen und Pommern, von Hochdeutsch und Platt verwischen. Einst war die Region ein Zentrum des deutschen Tabakanbaus, Hugenotten hatten diese Kultur mitgebracht. Der Tabak gab der Region Wohlstand, er wurde zum „Gold der Uckermark“. Doch nicht jedem schenkte er auch Glück. Tabakpech, der Saft, der beim Ernten aus der Pflanze tritt, klebte schwarz an den Händen der Bauern. Auch an Elfie, der Hauptfigur, blieb er kleben und verhinderte ihren Traum, in Berlin zur Sängerin ausgebildet zu werden. Der Roman erzählt von einem Frauenleben und einer Familiengeschichte von 1930 bis 1995. Mit der Hauptfigur Elfie erlebt man beim Lesen die Zeiten des Umbruchs durch den Zweiten Weltkrieg, liest von der LPG-Wirtschaft in der DDR, vom Mauerfall und dem schließlichen Niedergang des Tabakanbaus in der Region. 
Angela Winkler gehört zu den großen Theater- und Film-Schauspielerinnen unserer Zeit. Durch Rollen in den Volker-Schlöndorff-Filmen »Die verlorene Ehre der Katharina Blum« und »Die Blechtrommel« wurde sie in den 1970er-Jahren zu einem nationalen wie internationalen Star. Doch ihre Liebe galt und gilt dem Theater. Von Kritikern und Publikum gleichermaßen gefeiert, arbeitete sie mit berühmten Regisseuren wie Peter Zadek, Klaus-Michael Grüber, Luc Bondy oder Robert Wilson zusammen. Besonderen Eindruck hinterließ ihr „Hamlet“ in der furiosen Inszenierung Peter Zadeks 1999 an der Berliner Schaubühne, der Hamlet mit einer Frau besetzte. Weitere Mitspieler waren damals Eva Mattes, Otto Sander und Ulrich Wildgruber.