„Tabakpech“ erzählt eine große Familiengeschichte im unteren Odertal, wo die Grenzen von Preußen und Pommern, von Hochdeutsch und Platt verwischen. Einst war die Region ein Zentrum des deutschen Tabakanbaus, Hugenotten hatten diese Kultur mitgebracht. Der Tabak gab der Region Wohlstand, er wurde zum „Gold der Uckermark“. Doch nicht jedem schenkte er auch Glück. Tabakpech, der Saft, der beim Ernten aus der Pflanze tritt, klebte schwarz an den Händen der Bauern. Auch an Elfie, der Hauptfigur, blieb er kleben und verhinderte ihren Traum, in Berlin zur Sängerin ausgebildet zu werden. Der Roman erzählt von einem Frauenleben und einer Familiengeschichte von 1930 bis 1995. Mit der Hauptfigur Elfie erlebt man beim Lesen die Zeiten des Umbruchs durch den Zweiten Weltkrieg, liest von der LPG-Wirtschaft in der DDR, vom Mauerfall und dem schließlichen Niedergang des Tabakanbaus in der Region.
„Das mitreißende Portrait einer Frau und ihrer (Dorf-)Familie in Zeiten des Umbruchs.“ (Märkischer Sonntag)

EVA-MARTINA WEYER wurde 1961 in Anklam geboren und wuchs in Schwedt an der Oder auf. Nach dem Studium der Journalistik arbeitete sie fast vierzig Jahre bei der Märkischen Oderzeitung. Schon immer recherchierte Eva-Maria Weyer umfangreich zum Tabakanbau in der Uckermark.„Tabakpech“ ist ihr erster Roman.
