2. November 2024 | 19 Uhr : Maximilian Steinbeis + Frederik Bewer „Die verwundbare Demokratie“

Ungarn, Frankreich und die Niederlande sind eine Warnung: Die Demokratie ist in Gefahr. Während Populisten immer stärker die freiheitlichen Rechtsordnungen dieser Länder aushebeln, halten die Deutschen ihre Demokratie noch immer für unverwundbar.
Aus diesem Grund fragt Maximilian Steinbeis: Was droht Deutschland? „Die verwundbare Demokratie. Strategien gegen die populistische Übernahme“ heisst das vor wenigen Wochen erschienene Buch des Juristen und streitbaren Experten für Verfassungsfragen. Parteien wie die AfD hätten das Ziel, autoritäre Regime zu errichten, warnt Max Steinbeis. Mit seinem „Thüringen-Projekt“, von dem er in diesem Buch unter anderem berichtet, spielt er deshalb schon einmal gemeinsam mit Mitstreitern durch, wie eine „autoritär-populistische“ Übernahme hierzulande abliefe – und wie sie zu verhindern wäre. Steinbeis zeigt knallhart am Beispiel Thüringen, wie Populisten den freiheitlichen Staat zerstören könnten, indem sie Gesetze und Institutionen missbrauchen: Schulen und Universitäten, Justiz und Polizei, Medien und Kunst. „2. November 2024 | 19 Uhr : Maximilian Steinbeis + Frederik Bewer „Die verwundbare Demokratie““ weiterlesen

19. Oktober 2024 | 19 Uhr : Nicole Henneberg „Gabriele Tergit. Zur Freundschaft begabt“

A U S S E R   H A U S :
D o r f k i r c h e  W a r n i t z !

Hochaktuell sind die Porträts und Reiseberichte von Gabriele Tergit, die sie in den 1930er Jahren schrieb und die jetzt unter dem Titel „Reise nach Haifa“ von Nicole Henneberg herausgegeben wurden.  1933 muss die Berlinerin aus Deutschland fliehen und gelangt über Tschechien nach Palästina. Schreibend bahnt sie sich ihren Weg durch das Völkergewimmel in Jerusalem, Haifa und Tel Aviv und erlebt ein Land im Aufbruch. In teils erstmals veröffentlichten Porträts und Reiseschilderungen vermittelt sie ein sinnliches Bild von der ungeheuren Vielfalt Palästinas in den 1930er Jahren, lange vor der Staatsgründung Israels. Zusammen mit den faszinierenden Fotos aus dem Archiv Abraham Pisarek schildern Tergits Geschichten eine Welt, in der manche Hoffnung zerbrach und doch vieles möglich schien. Erstmals um neunzehn ursprünglich von der

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28. September 2024 | 19 Uhr : Katja Lange-Müller „Unser Ole“

Drei von ihren Müttern nicht geliebte Frauen,  ein kognitiv beeinträchtigter Junge und ein unerwarteter Tod. Katja Lange-Müller gelingt mit diesem Kammerspiel ein literarisches Wunderwerk.

Die einst bildschöne Ida ist vom Leben, den Männern und sich selbst enttäuscht. Um nicht völlig zu verarmen, arbeitet sie gelegentlich als Model bei Seniorinnenmodenschauen. Als Ida die Wohnung verliert, lockt ihre neue Freundin Elvira sie in ihr Landhaus. Elvira braucht Hilfe bei der Betreuung ihres Enkels Ole, einem unberechenbaren, spätpubertierenden Hünen, von ihr abwechselnd schikaniert und verwöhnt. Den Kontakt zu Oles Mutter, ihrer Tochter, hatte sie abgebrochen und fürchtet doch nichts mehr als die Einsamkeit. Eines Morgens verschwindet Ole und Mutter Manuela, die ihren

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24. August 2024 | 18 Uhr : Ingo Schulze „Zu Gast im Westen“

Seit über dreißig Jahren betrachtet der Westen den Osten. Als Gast im Westen beschreibt Ingo Schulze, dass die Wirklichkeit immer jener Ort ist, der jenseits der Erwartung liegt.
Ein halbes Jahr verbrachte Ingo Schulze von Oktober 2022 bis März 2023 im Ruhrgebiet als »Gast im Westen«. Was ihn interessierte? »Einen Plan hatte ich nicht. Und erst allmählich begann ich meine ›Methode‹ zu erkennen: Wenn mich jemand einlud, bin ich hingegangen. Es gibt wohl kaum ein unsystematischeres Vorgehen. Aber jeder Plan wäre mir nicht weniger willkürlich erschienen.«
So entstanden ganz unterschiedliche Betrachtungen, Porträts, Reportagen – eine Grundschule, in der die Musik die Rolle der Sprache übernimmt, weil zu wenige Kinder Deutsch sprechen; ein Stadionbesuch mit einem Polizeipräsidenten a. D., der nicht mehr das Wort „24. August 2024 | 18 Uhr : Ingo Schulze „Zu Gast im Westen““ weiterlesen

13. Juli 2024 | 19 Uhr : Martin Gross + Karl Schlögel „Ein Winter in Jakuschevsk“

Der Journalist und Germanist Martin Gross versuchte über viele Jahre hinweg, Kooperationen zwischen Universitäten in der EU und Russland anzubahnen. Er knüpfte Kontakte und organisierte Austauschs- wie Besuchsprogramme. In seinem ak­tuellen Roman „Ein Winter in Jakuschevsk“ berichtet er über das Scheitern seiner Projekte. Das Buch wurde durch den rus­sischen Über­fall auf die Ukraine in tragischer Weise zu einem Buch der Stunde. Teilnehmend und mitfühlend schildert Martin Gross den sibirischen Alltag der krisengeplagten Bevölkerung, die sich immer wieder durchbeißt, Not­lösungen organisiert, Kränkungen einsteckt, Ansprüche und Träume auf­ge­ben muss. Er erzählt von Verzweiflung und Galgenhumor, von Of­fenheit und Argwohn – und von der Liebe, die ihn auch in Sibirien findet. Aus der politisch scheiternden Ost-West-Partnerschaft wächst eine tiefe Zuneigung zu den Menschen, die ihn begleiten. Eine Mitmenschlichkeit, wie wir sie in den aktuellen Zeiten der Grausamkeit so dringend benötigen, um nicht der Blindheit des Krieges und „13. Juli 2024 | 19 Uhr : Martin Gross + Karl Schlögel „Ein Winter in Jakuschevsk““ weiterlesen

16. Juni (Sonntag!) 2024 | ab 14 Uhr : BLOOMSDAY in der Uckermark

Wir feiern das 120. Jubiläum des vom irischen Autor James Joyce in seinem weltberühmten Roman Ulysses beschriebenen Tages im Jahr 1904, an dem sein Held Leopold Bloom von 8 Uhr morgens bis nach Mitternacht durch Dublin zog und allerhand dachte und erlebte   /  und das 70. Jubiläum des ersten in Irland gefeierten Bloomsdays durch die Autoren Patrick Kavanagh, John Ryan und Flann O’Brien

 

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