Andreas Rötzer, Verleger von Matthes & Seitz Berlin, gibt wie jedes Jahr zur Leipziger Buchmesse Leseempfehlungen für Bücher aus seinem aktuellen Verlagsprogramm. Er kommt mit einem großem Koffer voll internationaler Romane, Sachbücher und Bände der Reihe „Naturkunden“ nach Warnitz. Anläßlich der Messe stellt er druckfrische Neuerscheinungen vor.
Und selbstverständlich kann man diese Bücher am Abend auch erwerben – es wird einen BÜCHERTISCH geben. Darauf werden neben vielen anderen Büchern liegen :
Pop-up-Propaganda. Epikrise der russischen Selbstvergiftung : Das Buch von Irina Rastorgueva erhielt soeben auf der Buchmesse den Preis Bestes Sachbuch! In einzigartigem Ton, so präzise wie ironisch, zeigt Rastorgueva durch eine Montage aus Zeitungsfundstücken, unabhängigen Berichten und Analysen kremlkritischer und russlandtreuer Autoren wie auch aus eigener Erfahrung das Wirken der russischen Selbstvergiftung.
Bardame gesucht – Zimmer vorhanden : Herta Lueger führt das Caprice in München, ein Hotspot erotischer Unterhaltung als erfolgreiche Unternehmerin und Domina – bis der tragische Tod einer jungen Frau ihr Leben erschütterte.
Ich lebe und ihr seid tot : Ein Roman des französischen Meistererzählers Emmanuel Carrère über die Parallelwelten des Philip K. Dick: Autor von Blade Runner, Plattenverkäufer und selbsternannter Messias in einem Amerika, das schon vor Jahrzehnten von Paranoia und Spaltung geprägt war.
Skyrmionen Oder A Fucking Army : Ein Thriller von Dietmar Dath, Wunderkabinett und Reise ins Unbekannte, in der fortgeschrittene Technik für eine bessere Weltgesellschaft befreit wird.
Rauch und Asche. Die geheime Geschichte des Opiums : In einer mitreißenden Mischung aus Reisebericht, Memoir und historischem Essay zeichnet der indische Autor Amitav Ghosh die Anfänge des weltweiten Opiumhandels ab dem 19. Jahrhundert nach und macht dessen Auswirkungen bis in die heutige Zeit deutlich.
Etwas Besseres als der Optimismus : Der Mitbegründer der „Glücklichen Arbeitslosen“ und Hausphilosoph Guillaime Paoli geht gegen den Optimismus als fatalistische Akzeptanz alles Bestehenden an.
Die terrestrische Gemeinschaft. Technik, Animismus und die Erde als Utopie : Der südafrikanische Historiker und Politikwissenschaftler Achille Mbembe entwickelt aus seinem afrikanischen Denken heraus – das von einem unergründlichen Reichtum der Erde ausgeht – seine grundstürzende Reflexion über die Zukunft der Erde und die Gemeinschaft aller belebter und unbelebter Arten.
Birken : Steffie Memmert-Lunau schreibt das beeindruckende Porträt einer Pflanze, die selbst noch in größter Dunkelheit die Fähigkeit besitzt, Licht zu spenden.
Friktionen. Eine Ethnografie globaler Verflechtungen : Die Anthropologin Anna Lowenhaupt-Tsing entdeckt in Borneo, dass aus den sozialen Interaktionen ebenso zukunftsträchtige wie monströse Kulturformen entstehen können. Borneo wird zu einem Ort, der beispielhaft ist für eine globalisierte Welt.